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 Sigrun Marquald
 0171 - 578 01 98

Meine Hebammen-Sichtweise
auf Geburt-Vorsorge-Nachsorge

Geburt

Der Höhepunkt der Schwangerschaft

Gebären aus eigener Kraft (die eigene Kraft ist einzigartig) war mir selber ein Anliegen und ist es mir für jede Frau, die ich begleite oder begleitet habe, Geburt ohne Gewalt (Frederic Loboyer), störungsfrei (niemand waltet oder schaltet), intim, geschützt, im Idealfall unversehrt. Raum für den Mann oder die Geschwister bei der Geburt. Wenig Einmischung von Hebammen-Seite. Nichts muss, alles kann sein. Eine große Übung im Lassen, Seinlassen, Geschehenlassen, Loslassen und gleichzeitig halten. Energie achten, atmen. Mit der Aufmerksamkeit ganz da sein und bleiben. Notfälle vermeiden. Gegebenenfalls gut vorbereitet adäquat reagieren und handeln. Bindung Mutter-Kind stützen und bewusst stärken. Erst wenn die Placenta geboren ist, ist die Geburt zu Ende.

Ankunft des Kindes

Ruhig begrüßen, langsam und mit viel Zeit schauen, atmen lassen. Warm, abgedunkelt, leise. Vater, Mutter, Kind in Ruhe lassen, nur notwendiges beobachten und kontrollieren. So wenig Störung wie möglich, soviel Hilfe wie nötig. Bindungsfördernd denken.

Nach 2 Stunden beginnt das Wochenbett.


Geburtsvorbereitung und Vorsorge

Aufklären, Bindungsförderung, mit der Geburtsdynamik bekannt machen, Wissen weitergeben, Atmung bewußt machen.

Eine öffnende Arbeit. Anschauen der Ist-Situation, Anamnese: Familie, Gesundheit, vorangegangene Geburtserlebnisse nebst Tot- und Fehlgeburten.

Väter, Geschwister, evtl. Großeltern mit beachten und einbeziehen.

Geburtsortwahl. Raum schaffen, dass Öffnung geschehen kann, auch ganz praktisch räumlich. Praktische Überlegungen begleiten. Informieren und Rat geben.

Mutterpass führen, Übersicht auf Maße und Werte bekommen und unter den schwangerschaftbegleitenden Menschen transparent halten.


Nachsorge

Reflektieren des Geburtsgeschehens, Bindung fördern und stärken. Begleiten des Stillprozesses. Beobachten und unterstützen der Rückbildung von Gebärmutter und Beckenboden. Beobachten aller Körperfunktionen ob ihrer Regelmäßigkeit und Funktionsfähigkeit. Heilung von Verletzungen und Wunden beobachten und fördern.

Gesamtsituation im Familiensystem mit ordnen.

Das Baby beobachten hinsichtlich Gewicht, Atmung, Nabelabheilung, Trinkverhalten, Schlaf-Wach-Rythmus, Verdauung, Wachstum.

Über Ernährung von Mutter und Kind informieren, Rat geben. Hilfe beim Finden neuer Alltagsstrukturen.